Der Zen-Tod
Bericht drucken | Bericht versenden
Während der Tage rund um Allerheiligen und Allerseelen, wenn so viele Menschen unterwegs zu den Friedhöfen sind, fällt es auch dem hartnäckigsten Verdränger schwer zu vergessen, dass es den Tod gibt, der uns alle irgendwann heimsuchen wird.
Bedenklich ist jedoch, dass er uns so schreckt dieser Sensenmann und fast jeder von uns sich vor ihm fürchtet oder so lange als möglich versucht ihm davon zu laufen – der Läufer hat hier einen Vorteil! Warum aber ist das so? Wieso fürchten wir uns vor etwas, das es so lange nicht gibt, so lange es uns gibt und wenn es den Tod gibt, dann gibt es uns nicht mehr? Oder ist die ganze Sache etwa doch irgendwie anders? Schon für den antiken Philosophen Platon war der Tod kein katastrophaler Schlusspunkt, sondern ein ausgezeichneter Wendepunkt, der in ein höheres Sein führt. Er bringe, so Platon, die Seele dem Unsichtbaren, dem Göttlichen, dem Vernünftigen, dem Eingestaltigen näher, welches als das Unwandelbare sich immer gleichbleibt. Bei Platon hat auch die Philosophie ein einzigartiges Verhältnis zum Tode, denn philosophieren heißt sterben. Philosophieren als Sterben heißt das Leibliche, das Sinnliche zugunsten des Unsichtbaren und Vernünftigen töten. Deshalb müsse der Philosoph schon im Leben sterben, indem er den Leib als Ort des Übels und den Endlichkeit flieht und verachtet. Der Tod ist also kein Schlusspunkt, sondern ein besonderer Anfang, ein Punkt, an dem die von der Last des Leibes befreite Seele leicht wie ein Schmetterling in einen edlen reinen Ort sich erhebt. Im Zen-Buddhismus stellt der Tod dagegen eine immanente Wende dar. Das Vergängliche wird nicht aufs Unendliche hin transzendiert. Man begibt sich ....
Psychotests
Mehr von MaxFun
Sportmagazin
Neue Berichte
|
|
| Impressum | Werbung | AGB's | Portale | Laufschuhe | Suche | MaxFun.at | Rezepte.MaxFun.at | Woman.MaxFun.de | Zen-Running.MaxFun.de | |